Ein Brauch und seine Regionen

Der Maibaum in Bayern

Kein Bundesland ist so eng mit dem Maibaum verbunden wie Bayern. Der Brauch ist hier nicht Folklore für Touristen, sondern lebendige Ortskultur.

Von Oberbayern über das Allgäu bis nach Niederbayern und Franken steht der Baum in tausenden Orten, und fast überall ist er ein bisschen anders.

Warum gerade Bayern

Der Maibaum in seiner heutigen Form ist vor allem im bayerischen und alpenländischen Raum verbreitet. Die weiß-blaue Fassung übernimmt die Landesfarben, und die dichte Vereinslandschaft, Burschenvereine, Trachtenvereine, Feuerwehren, trägt den Brauch von Generation zu Generation. Der Baum ist damit auch ein Stück bayerischer Identität.

Regionale Unterschiede

Die Grundidee ist überall gleich, die Ausführung nicht. Mal wird der Baum jedes Jahr neu aufgestellt, mal nur alle paar Jahre. Mal bleibt der Stamm naturbelassen, mal ist er kräftig weiß-blau bemalt. Auch die Regeln des Maibaumstehlens unterscheiden sich im Detail von Ort zu Ort, der Kern aber, Auslöse in Bier und Brotzeit, ist verbreitet.

Der Maibaum in der Stadt

Dass ein dörflicher Brauch in einer Millionenstadt überlebt, ist keine Selbstverständlichkeit. In München hat er sich gehalten, am Viktualienmarkt als Wahrzeichen und in vielen Stadtvierteln. Genau diese städtische Spielart des bayerischen Brauchs dokumentiert Maibaum München.

Eine breitere Einordnung des bayerischen Brauchtums über das Jahr bietet das redaktionelle Archiv Brauchtum München.

Alle Münchner Maibäume auf einer Karte

Standorte, Höhe und Aufstellungsjahr jedes Maibaums der Stadt, als interaktive Karte und Sammlung.