Wer über den Markt geht, läuft fast zwangsläufig auf ihn zu. Der Baum bündelt, was den Ort ausmacht: Handel, Bier, Musik und ein Stück Münchner Selbstbild, in Holz gefasst und in den Himmel gestellt.
Zahlen und Fakten
- Höhe
- 34,5 Meter
- Aktueller Baum
- aufgestellt am 1. Mai 2022
- Erneuerung
- ungefähr alle fünf bis sechs Jahre
- Erster Maibaum
- 1962, gestiftet von den Münchner Brauereien
- Figurengruppen
- sechs, 1992 von Paul Ernst Rattelmüller entworfen, von Arno von Lossow bemalt
Was die Figuren zeigen
Die sechs Figurengruppen erzählen den Markt und die Stadt: die Schutzheiligen der Brauer, Florian und Bonifatius, die Marktfrauen und das Bedienungspersonal, Musikanten und Tänzer, die Schäffler mit ihrem historischen Tanz, das Karussell und die Festzeltkultur sowie die Brauereigespanne. Am Stamm hängt zudem eine Tafel zum bayerischen Reinheitsgebot, das 1487 von Herzog Albrecht IV. unterzeichnet wurde. So wird der Baum zu einem gehängten Bilderbuch der Münchner Wirtschafts- und Festkultur.
Warum alle paar Jahre ein neuer
Ein Maibaum lebt im Freien, Wind und Wetter setzen dem Holz zu. Deshalb wird der Baum am Viktualienmarkt etwa alle fünf bis sechs Jahre erneuert. Da der aktuelle Baum seit 2022 steht, ist der nächste Wechsel absehbar, ein guter Anlass, die kommende Saison im Blick zu behalten: siehe Maibaum München 2027.
Hingehen
Der Viktualienmarkt liegt zwischen Marienplatz und Gärtnerplatzviertel, wenige Minuten zu Fuß vom Marienplatz (U- und S-Bahn). Der Maibaum steht ganzjährig, am schönsten ist er im Mai, wenn der Markt in der Sonne liegt. Wie der Brauch am Viktualienmarkt in die Marktgeschichte eingebettet ist, beschreibt das Archiv Brauchtum München.